Ende August werden wir acht Künstler vom Kunstkreis Swiebodzin bei uns zu Besuch sein. Neben einem Besuch des Tierparks Thüle werden wir einen Steinbildhauer-Workshop unter Leitung von Ivo Gohsmann - www.ivogohsmann.de - durchführen. Näheres folgt zeitnah.

 

 

 

 

Kunstwerk soll Grenzen überschreiten

 

Künstler  aus Friesoythe und Swiebodzin erstellen auf
einem Workshop gemeinsam einen „cadavre exquis“

Von Heiner Stix

Friesoythe
Wenn ein Künstler mit einem neuen Bild beginnt, hat er zumindest eine vage Vorstellung davon, was am Ende dabei rauskommen soll. Wie das Gemeinschaftswerk der Kunstkreise aus Swiebodzin und Friesoythe aussehen wird, steht hingegen noch vollkommen in den Sternen. Nur eines ist sicher: Es wird groß, richtig groß sogar. 240 mal 150 Zentimeter, um genau zu sein. Klar ist außerdem, dass im Zentrum des Bildes die Wappen der beiden Partnerstädte prangen. Alles Weitere wird sich Stück für Stück entwickeln.

Die Idee zu einem gemeinsamen Kunstwerk entstand im September vergangenen Jahres bei einem Treffen der beiden Kunstkreise in Swiebodzin. „Wir waren zur Eröffnung der Gemeinschaftsausstellung, die fünd Monate vorher ja schon in Friesoythe gezeigt wurde, in Polen“, erinnert sich Christa Anneken. „Dabei entwickelten wir den Plan für einen Workshop in Swiebodzin.“ Zu der Idee, dabei auch zusammen ein Bild zu malen, war es dann nur noch ein kleiner Schritt.

Stellt sich die Frage, wie 16  Künstler sechs aus Friesoythe, zehn aus Swiebodzin zusammen ein Bild malen können, das mehr ist als ein bloßes Nebeneinander unterschiedlicher Einzelbilder. „Ausgehend von dem Vorschlag, die Leinwand in 18 gleich große Felder aufzuteilen, haben wir uns dann darauf geeinigt, ein ,cadavre exquis‘ zu machen“, erzählt Wolfgang Heim. Bei dieser im Surrealismus entwickelten Methode spielt der Zufall bei der Entstehung von Texten und Bildern eine entscheidende Rolle.

Die Teilnehmer steuern nacheinander einen Teil zu einem Satz oder Bild bei, ohne zu wissen, was bislang entstanden ist. Bei Sätzen einigt man sich vorher auf die Reihenfolge der grammatikalischen Satzbestandteile, bei Bildern muss man eine andere Form finden, um zu einem in sich zusammen hängenden Ganzen zu kommen. Der französische Begriff „cadavre exquis“ bedeutet übersetzt „köstlicher Leichnam“ und leitet sich aus dem ersten auf diese Weise entstandenen Satz ab: „Le cadavre-exquis-boira-le-vin-nouveau“, zu Deutsch „Der köstliche-Leichnam-wird-den-neuen-Wein-trinken“.

Bei dem deutsch-polnischen Gemeinschaftswerk sollen die 40 mal 50 Zentimeter großen Felder auf der Leinwand der Reihe nach bemalt werden. Die entstandenen Bilder werden abgedeckt, lediglich zu den benachbarten freien Feldern bleibt ein schmaler Streifen sichtbar, so dass ein stilistischer, farblicher oder technischer Übergang möglich ist. Auf diese Weise entsteht in jedem Feld ein eigenständiges kleines Kunstwerk, das dennoch mit den anschließenden Feldern verbunden ist.

„Wir sind wahnsinnig gespannt, was am Ende rauskommt“, sagt Gerd Binder, der die Leinwand mit ihren 18 Feldern vorbereitet und die beiden Wappen in der Bildmitte bereits gemalt hat. Vor allem der Einsatz unterschiedlicher Techniken und -stile verspricht ein  im besten Sinne des Wortes grenzüberschreitendes Ergebnis.

Der gemeinsame Workshop vom 23. bis zum 27. August und der „cadavre exquis“ entstanden als Projekt allein aus den beiden Kunstkreisen. „Das ist keine Veranstaltung der beiden Städte“, betont Christa Anneken. „Die Städtepartnerschaft ist zumindest auf der künstlerischen Ebene inzwischen von der Politik losgelöst und wird von den Bürgern gelebt.“ Die Städte können jedoch auch von diesem Projekt profitieren, denn Kunst, grenzüberschreitende zumal, will ja auch öffentlich sein. „Wir werden das Bild nach Friesoythe mitbringen und hoffen, dass es irgendwo ausgestellt werden kann“, sagt Gerd Binder.

„Die Größe macht es zwar nicht leicht, einen Platz dafür zu finden, aber vielleicht ergibt sich ja eine Möglichkeit.“ Im kommenden Jahr könnte es, so die Überlegungen, einen Gegenbesuch des Swiebodziner Kunstkreises geben, bei dem dann ein zweites Kunstwerk entstehen soll. Das wiederum würde dann mit nach Swiebodzin fahren und dort seinen Platz finden.

Insider-Joke mit Wolfgang

Friesoythe Im Beisein zahlreicher Gäste und Kunstfreunde wurde am vergangenen Sonnabend in Rathaus am Stadtpark in Friesoythe die Kunstausstellung mit dem Titel „Kontakt“ durch Bürgermeister Sven Stratmann eröffnet. Es ist jedoch nicht irgendeine Kunstausstellung. Hinter dem Titel „Kontakt“ verbirgt sich eigentlich die nun schon seit zehn Jahren bestehende Partnerschaft zwischen Friesoythe und Swiebodzin (Polen).

Erstmals seit es die Städtepartnerschaft gibt, ist im Rathaus eine Kunstausstellung zu sehen, die von Künstlerinnen und Künstlern aus Swiebodzin und der Eisenstadt gemeinsam gestaltet wurde. Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Juni in den Fluren des Rathauses geöffnet.

„Ich freue mich, dass es im Jubiläumsjahr erstmals zu einer Begegnung zwischen Kunstschaffenden aus beiden Städten gekommen ist“, so Bürgermeister Stratmann in seiner Begrüßung. „Kontakt“ sei der treffende Titel der Ausstellung. Gehe man auf den eigentlichen Wortsinn des Begriffes – Berührung – ein, wird die Vielschichtigkeit des Titels offenbar. „Es ist wünschenswert, dass zwischen den Kunstschaffenden aus Swiebodzin und Friesoythe eine nachhaltige Verbindung entsteht“, so Stratmann.

Entstanden ist der Kontakt zu den polnischen Künstlern bei einer Reise nach Swiebodzhin im vergangenen Herbst, wo Mitglieder des Friesoyther Kunstkreises auf die polnischen Kulturfreunde trafen. Bürgermeister Stratmann dankte insbesondere Petra Oltmann und Janina Anneken, die die Kunstausstellung vorbereitet haben. Der stellvertretende Bürgermeister der polnischen Partnerstadt Tomasz Olesizk knüpfte die Hoffnung an die Ausstellung, dass die freundschaftlichen Beziehungen jetzt weiter durch diese Kunstausstellung vertieft werden.

Im Herbst diesen Jahres wird es im Rahmen des Stadtfestes eine Kunstausstellung in der Partnerstadt Swiebodzin geben – natürlich mit Friesoyther Beteiligung“ so Swiebodzins stellvertretende Bürgermeister. Für Bürgermeister Sven Stratmann gab es die vom Polnischen Künstler Tadeusz Bardelas gefertigte Holzfigur eines Feuerwehrmannes.

„Passenderweise hätte die Ausstellung nicht überschrieben werden können: Austausch, Kennenlernen, Berührung zwischen den Künstlern“, sagte Heiner Stix vom Friesoyther Kunstkreis. „Die Premiere legt einen Grundstein für einen fruchtbaren, grenzüberschreitenden Künstleraustausch. Es ist eine kleine Völkerverbindung. Gelegenheit, um die Kultur und die Kunst eines anderen Landes kennen zu lernen. Swiebodzin hat eine lebendige Kunstszene“, so Stix.. Anschließend unternahmen die Gäste einen Rundgang durch die Ausstellung. Zu sehen sind Bilder, Skulpturen und Objekte. Die Werke sind montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 13 Uhr und sonnabends von 10 bis 12 Uhr zu sehen. Außerdem ist zu den Friesoyther Maitagen (22. bis 24. April) etwas geplant.

 

 

 

Hier ein Video von der Vernissage 2016 in Swiebodzin:

Wernisaż, który otwiera wystawę pod tytułem Kontakt jest efektem współpracy polskich i niemieckich twórców z miast partnerskich Świebodzina i Friesoythe.

W ramach projektu Kontakt wspólnie realizowane są dwie wystawy obejmujące malarstwo, fotografię, rysunek, rzeźbę, obiekt, instalację i ubiór. W nowej przestrzeni wystawowej prace nabierają zupełnie innego znaczenia. Kontakt z nowym odbiorcą sprawia, że przemawiają one nieco inaczej, niż w innym miejscu i czasie. Różnorodność tematyki, technik oraz form wyrazu artystycznego tylko potęguje to wrażenie. W tym sensie kontakt staje się słowem bardzo pojemnym. Nie jest tylko prostą relacją, lecz rzeczywistą i bezpośrednią komunikacją poprzez sztukę, która prowokuje i skłania do głębszych refleksji. Kontaktujemy się poprzez dzieło, budując nowe relacje: człowiek – człowiek, człowiek – twórca, twórca – odbiorca, odbiorca – dzieło, dzieło – dzieło, dzieło – odbiorca, odbiorca – człowiek. Po raz kolejny dowiadujemy się, że łączy nas trwale wspólna pasja do sztuki i radość tworzenia.

Stowarzyszenie Artystyczne Otwarcie to grupa 15 osób związanych z różnorodną aktywnością twórczą. Grupa miłośników i pasjonatów sztuki. Celem działalności stowarzyszenia jest prowadzenie szeroko pojętej działalności artystycznej, kulturalnej i edukacyjnej oraz prezentacja różnego typu twórczości.

Przez cały miesiąc od rozpoczęcia wystawy lokal będzie otwarty dla odwiedzających.


Podczas trwającej dziesięć lat przyjaźni między miastami Świebodzin i Friesoythe, po raz pierwszy doszło do spotkania między artystami obu miast.
Już podczas pierwszego wieczoru twórcy ze Świebodzina przedstawili pięknie przygotowaną prezentację swoich prac, między innymi z dziedziny malarstwa, rzeźby, fotografii, scenografii. Artyści opowiadali jednocześnie o swojej twórczości, inspiracjach oraz wykorzystywanych technikach.
Wizyta poza zapoznaniem się artystów miała również swój konkretny projekt, którym jest wspólna wystawa twórców w maju we Friesoythe a jesienią 2016 w Świebodzinie.
Powstał też temat wystawy "Kontakt" - słowo którego znaczenie wraz z pisownią są identyczne w obu językach.
Wyjątkowo bogaty plan spotkania , serdeczne przyjęcie, inspirujący temat i nawiązane przyjaźnie, bez wątpienia zaowocują pięknymi wydarzeniami artystycznym w obu miastach.



Impressionen vom ersten Treffen mit Swiebodziner Künstlern.