Unterwegs - 11. September 2015

 

 

 

Vernissage Künstler setzen Eindrücke in Szene

 

Ausstellung unter dem Titel „Unterwegs“ im ehemaligen Schlachthof zu sehen

Die Mitglieder des Friesoyther Kunstkreises stellten gemeinsam Werke vor. Eine Einführung hielt die Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers.

NWZ, 14.09.2015, Text/Bild:

Friesoythe „Unterwegs“ heißt die fünfte Ausstellung des „Kunstkreises“ des Kulturkreises im ehemaligen Schlachthof Vorwold. Bei der Begrüßung zur Vernissage lobte Alfred Bullermann vom Vorstand des Kulturkreises Bösel-Saterland-Friesoythe, der die Ausstellung im Beisein zahlreicher Besucher eröffnete, die positive Entwicklung des Kunstkreises. Er wies auf das stetige Anwachsen der Künstlergemeinde im Kulturkreis sowie die hohe Qualität der Kunstwerke hin. Dank zollte er den Unterstützern des Kunstkreises, die die Ausstellungsräume umgestaltet hatten sowie allen weiteren Helfern der Ausstellung.

Eine Einführung in die Kunstpräsentation gab Friesoythes Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers. Sie nahm die Ausstellung zum Anlass, über den Stellenwert von Kunst und Kultur in Friesoythe zu sprechen. In Sachen Kunst sei Friesoythe kein weißer Fleck. Es gebe viel Engagement und zahlreiche Aktivitäten im Kulturbereich.

In diesem Zusammenhang sprach Hamjediers über das Image Friesoythes als „Eisenstadt“. Schon im Vorfeld ihrer Tätigkeit in Friesoythe habe sie viele Stimmen gehört, die sich kritisch mit dem Motto „Eisenstadt“ auseinandergesetzt hätten. Doch neben der Kritik habe sie auch immer wieder in Gesprächen Unterstützung für das Motto wahrgenommen.

Die Stadt solle sich vor allem mit Arbeiten eigener Künstler identifizieren, meinte Hamjediers, weshalb sie sich mehr Bilder vom Kunstkreis im Rathaus wünsche. Demnächst werde dort mit dem Gemälde „Unterwegs über Felder“ der Künstlerin Ursula Gerwing ein weiteres Werk einer Friesoyther Künstlerin ausgestellt werden, das Hamjediers der Stadt schenken wolle.

Aus den verschiedenartigen Umsetzungen des Themas werde die Vielschichtigkeit des Leitgedankens der Ausstellungen deutlich. Dabei betonte Hamjediers, dass „unterwegs“ sein auch Unrast und Heimatlosigkeit bedeuten könne, wobei sie an das Schicksal der Heimatvertriebenen vor 70 Jahren und der Flüchtlinge aus den Krisengebieten unserer Tage erinnerte.

Neben Bildwerken wurde das Leitmotiv „unterwegs“ auch in Arbeiten aus Metall, Stein, Keramik, Glas und Stoff in Szene gesetzt. Die Bandbreite der Exponate umfasst Werke mit groben Skizzierungen bis hin zu detailverliebten Darstellungen.

Bis zum 20. September ist die Ausstellung dienstags bis freitags von 18 bis 20 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.